Dr. Monique Wölk: Mobilität im Wahlkreis 24 | Bus, Bahn und Rufbus zur Landtagswahl MV 2026

Landtagswahl Mecklenburg-Vorpommern 2026 · Thema 4 von 10

Mobilität und gute Verbindungen im Wahlkreis 24

Wie bleiben Menschen zwischen Grimmen, Süderholz, Franzburg-Richtenberg, dem Amt Miltzow und Stralsund-Süd auch ohne eigenes Auto verlässlich mobil?

Thema 4 Mobilität und Verbindungen
Wahlkreis 24 – Vorpommern-Rügen II – Stralsund III
Kernaussage Bus, Bahn und Rufbus besser vernetzen

Mobilität entscheidet über Teilhabe

Mobilität ist in einem Stadt-Land-Wahlkreis weit mehr als die Frage, wie schnell ein Auto von einem Ort zum anderen kommt. Sie entscheidet darüber, ob Jugendliche selbstständig zur Schule und zu Freizeitangeboten gelangen, ob ältere Menschen Arzttermine erreichen, ob Beschäftigte zur Arbeit kommen und ob Menschen ohne eigenes Auto am gesellschaftlichen Leben teilnehmen können. Im Wahlkreis 24 sind diese Fragen besonders sichtbar, weil größere Orte und viele kleinere Gemeinden zusammengehören.

Grimmen bildet ein wichtiges regionales Zentrum. Zum Wahlkreis gehören außerdem Süderholz, die Städte und Gemeinden des Amtes Franzburg-Richtenberg, die Gemeinden des Amtes Miltzow und Stralsund-Süd. Entfernungen, Fahrpläne und Umsteigemöglichkeiten prägen deshalb den Alltag sehr unterschiedlich. Was in einem dichter besiedelten Stadtgebiet durch mehrere Linien abgedeckt werden kann, benötigt im ländlichen Raum häufig andere Lösungen.

Dr. Monique Wölk führt Mobilität auf ihrer Wahlkampfseite 2026 nicht als einen der drei hervorgehobenen Hauptschwerpunkte Familien, Pflege und Wohnen. Sie verweist dort jedoch in ihrer Bilanz ausdrücklich auf bezahlbare Mobilität und den Ausbau von Rufbussystemen in der Region Grimmen und im Amtsbereich Franzburg-Richtenberg. Deshalb wird Mobilität hier nicht als erfundenes persönliches Wahlversprechen dargestellt, sondern als belegtes regionales Arbeitsfeld und zugleich als offene Zukunftsfrage.

Belegt: Rufbus und bezahlbare Mobilität werden von Dr. Wölk thematisiert

Auf ihrer aktuellen Wahlkampfseite nennt Dr. Monique Wölk das Seniorenticket, das Azubiticket und den Ausbau von Rufbussystemen als Beispiele aus der laufenden Wahlperiode. Für die Zukunft des Wahlkreises bleibt offen, welche konkreten Verbesserungen sie bei Bus, Bahn, Rufbus und Verkehrsinfrastruktur in der nächsten Wahlperiode priorisieren würde.

Der VVR-SURFER als flexible Ergänzung zum Linienverkehr

Ein konkretes regionales Angebot ist der VVR-SURFER der Verkehrsgesellschaft Vorpommern-Rügen. Das Rufbusangebot startete am 1. Juni 2024 im Bereich Grimmen und wurde anschließend deutlich ausgeweitet. Nach aktuellen Angaben der VVR kann der Rufbus auf dem vorpommerschen Festland inzwischen flächendeckend genutzt werden. Zum Angebot gehören unter anderem Rufbusgebiete rund um Grimmen, Franzburg und Stralsund-Süd.

Der Rufbus verkehrt innerhalb festgelegter Bedienzeiten auf Grundlage eines Fahrplans. Gebuchte Fahrten beginnen und enden an Haltestellen. Die VVR weist ausdrücklich darauf hin, dass ein Umstieg von oder zu anderen Verkehrsmitteln möglich ist. Damit ist das Angebot gerade dort interessant, wo ein klassischer Linienbus wegen geringer Nachfrage nicht in enger Taktfolge fahren kann.

Für den Wahlkreis sind insbesondere die Rufbusgebiete 701 bis 704 rund um Grimmen, das Gebiet 710 Franzburg und das Gebiet 713 Stralsund Süd relevant. Die Haltestellenlisten zeigen, dass zahlreiche kleinere Orte und Ortsteile einbezogen werden. Im Rufbusgebiet Grimmen Süd-Ost finden sich beispielsweise auch Haltestellen im Bereich Süderholz. In anderen Gebieten werden Orte des Amtes Franzburg-Richtenberg angebunden.

Regionalbeispiel Rufbus

Der VVR-SURFER ergänzt den regulären Linienverkehr. Er kann telefonisch, per App oder online bestellt werden. Die aktuellen VVR-Fahrpläne weisen eigene Rufbusgebiete für Grimmen, Franzburg und Stralsund-Süd aus. Damit existiert bereits eine flexible Struktur, auf deren Alltagstauglichkeit und weitere Vernetzung die politische Debatte aufbauen kann.

Ein Rufbus ersetzt nicht jede reguläre Verbindung

Flexible Angebote sind hilfreich, sollten aber nicht mit einem vollständigen Ersatz für Bus und Bahn verwechselt werden. Schülerinnen und Schüler, Berufspendler oder Menschen mit regelmäßig wiederkehrenden Terminen brauchen häufig planbare Verbindungen. Ein guter Verkehrsverbund benötigt deshalb verschiedene Bausteine: feste Linien für starke Verkehrsachsen und Schulwege, Bahnverbindungen für größere Distanzen sowie flexible Rufbusse dort, wo regelmäßige große Fahrzeuge wenig sinnvoll wären.

Entscheidend ist die Vernetzung. Ein Rufbus nützt Reisenden besonders dann, wenn er so geplant werden kann, dass ein Anschluss an einen Linienbus oder Zug funktioniert. Umgekehrt verlieren attraktive Hauptverbindungen an Wert, wenn die sogenannte letzte Meile vom Bahnhof in den Wohnort nicht bewältigt werden kann. Die politische Frage ist deshalb nicht, welches Verkehrsmittel allein „das beste“ ist, sondern wie mehrere Angebote zuverlässig zusammenpassen.

Grimmen als Verkehrsknoten für die Region

Grimmen spielt für den Wahlkreis nicht nur bei Verwaltung, Handel oder Bildung eine zentrale Rolle. Die Stadt ist auch ein wichtiger Umsteigepunkt. Der Bahnhof Grimmen taucht in mehreren Rufbusgebieten als Haltestelle auf. Dadurch kann er eine Verbindung zwischen flexiblen Angeboten und dem weiteren öffentlichen Verkehr bilden.

Für Menschen aus kleineren Orten ist diese Knotenfunktion entscheidend. Wer beispielsweise zunächst mit einem Rufbus nach Grimmen gelangt, benötigt dort passende Anschlüsse. Lange Wartezeiten oder knapp verpasste Verbindungen können aus einer theoretisch vorhandenen Verbindung schnell eine unpraktische Reisekette machen. Gute Mobilität verlangt deshalb nicht nur Linien auf einer Karte, sondern realistische Anschlüsse.

Mobilität für Jugendliche und Auszubildende

Jugendliche erleben fehlende Mobilität besonders unmittelbar. Wer noch keinen Führerschein besitzt, ist auf Eltern, Freunde oder öffentliche Verkehrsangebote angewiesen. Schule, Ausbildung, Sportverein und Freundeskreis können in unterschiedlichen Orten liegen. In einem ländlichen Wahlkreis bedeutet Selbstständigkeit deshalb häufig: Es muss eine Verbindung geben, die auch am Nachmittag, am Abend oder am Wochenende funktioniert.

Dr. Wölks Wahlkampfseite verweist auf das Azubiticket als Beispiel bezahlbarer Mobilität. Für Auszubildende ist der Preis allerdings nur ein Teil der Frage. Ebenso wichtig sind Linienführung, Takt, Anschlüsse und Zeiten. Ein günstiges Ticket hilft wenig, wenn der Ausbildungsbetrieb zu Schichtbeginn nicht erreichbar ist. Umgekehrt kann ein gut abgestimmtes Netz jungen Menschen ermöglichen, ihre Ausbildung in der Region zu absolvieren, ohne zwingend ein eigenes Auto finanzieren zu müssen.

Mobilität im Alter

Auch ältere Menschen profitieren von bezahlbaren und flexiblen Verkehrsangeboten. Mit zunehmendem Alter fahren manche Menschen nicht mehr selbst Auto. Gleichzeitig steigen häufig die Wege zu medizinischer Versorgung, Therapie oder Pflegeberatung. Wenn diese Ziele nur mit privater Hilfe erreichbar sind, wächst die Abhängigkeit von Angehörigen.

Eine verlässliche öffentliche oder flexible Verbindung kann Selbstständigkeit erhalten. Deshalb gehören Seniorenmobilität, Gesundheitsversorgung und Pflegepolitik zusammen. Dr. Wölks Verweis auf ein Seniorenticket zeigt den sozialen Aspekt der Mobilität. Für den konkreten Wahlkreis stellt sich zusätzlich die Frage, ob die vorhandenen Angebote räumlich und zeitlich so gestaltet sind, dass sie im Alltag tatsächlich genutzt werden können.

Mobilität muss bezahlbar und verständlich sein

Ein gutes Verkehrsangebot ist nicht nur vorhanden, sondern auch verständlich. Fahrgäste müssen wissen, welche Linie fährt, wann ein Rufbus bestellt werden muss, welches Ticket gilt und wie Umstiege funktionieren. Die VVR bietet für den SURFER telefonische, digitale und Online-Buchungsmöglichkeiten an. Diese Vielfalt ist sinnvoll, weil nicht alle Menschen dieselben technischen Möglichkeiten oder Gewohnheiten haben.

Gerade für ältere Fahrgäste sollte eine telefonische Buchung erhalten bleiben. Jüngere Menschen erwarten dagegen häufig eine einfache digitale Planung. Eine moderne Mobilitätsstrategie sollte deshalb digitale Angebote ausbauen, ohne Menschen auszuschließen, die kein Smartphone nutzen.

Straßen, Radwege und Bahn gehören ebenfalls dazu

Öffentlicher Verkehr ist ein zentraler Teil des Themas, aber Mobilität umfasst mehr. Der Wahlkreis ist auf sichere und verlässliche Straßen angewiesen, weil Busse, Rettungsdienste, Handwerk, Lieferverkehr und private Fahrzeuge dieselbe Infrastruktur nutzen. Auch Radwege können kurze und mittlere Wege erleichtern, wenn Strecken sicher und sinnvoll miteinander verbunden sind.

Die Bahn wiederum ist für längere Verbindungen wichtig. Deshalb sollte bei Infrastrukturmaßnahmen immer geprüft werden, wie verschiedene Verkehrsträger zusammenspielen. Baustellen, Sperrungen oder Änderungen an Bahnübergängen können den Alltag ganzer Orte beeinflussen. Solche Einzelmaßnahmen werden auf dieser Landingpage allerdings nicht pauschal bewertet, solange ihr konkreter aktueller Projektstand nicht für jede betroffene Stelle separat geprüft ist.

Mobilität ist auch Wirtschafts- und Standortpolitik

Unternehmen benötigen Beschäftigte, Kunden und Lieferketten. Beschäftigte wiederum benötigen verlässliche Wege zur Arbeit. Deshalb ist Verkehrsinfrastruktur ein Standortfaktor. Dies gilt besonders für Gewerbegebiete und Arbeitsorte außerhalb dichter Stadtzentren.

Süderholz verweist beispielsweise auf seine Lage an wichtigen Straßenverbindungen und auf den Gewerbestandort am Pommerndreieck. Solche Standorte zeigen, wie eng wirtschaftliche Entwicklung und Mobilität zusammenhängen. Zugleich sollte die Perspektive der Beschäftigten berücksichtigt werden: Ein Standort ist für Menschen ohne Auto nur dann erreichbar, wenn geeignete öffentliche oder flexible Verbindungen vorhanden sind.

Stadt und Land brauchen unterschiedliche Lösungen

Die Verkehrsplanung im südlichen Stralsunder Stadtgebiet kann anders aussehen als in dünner besiedelten Teilen von Süderholz oder Franzburg-Richtenberg. Deshalb ist es wenig sinnvoll, für den gesamten Wahlkreis ein einziges Schema zu verlangen. Entscheidend ist ein gemeinsamer Anspruch: Menschen sollen zentrale Ziele zuverlässig erreichen können.

In dichter besiedelten Bereichen können feste Takte sinnvoll sein. In dünner besiedelten Regionen können Rufbusse und abgestimmte Anschlussverbindungen effizienter sein. Schülerverkehr hat andere Anforderungen als Freizeitverkehr. Berufspendler brauchen häufig frühe oder späte Verbindungen. Gute Planung muss diese Unterschiede berücksichtigen.

Leitfrage an Dr. Monique Wölk

Welche Verbesserungen bei Bus, Bahn, Rufbus und regionaler Verkehrsinfrastruktur halten Sie für den Wahlkreis 24 in den kommenden fünf Jahren für besonders wichtig, damit Mobilität auch ohne eigenes Auto verlässlich möglich bleibt?

Sechs Prüfsteine für die nächste Wahlperiode

1. Anschlüsse
Bus, Bahn und Rufbus sollten so aufeinander abgestimmt sein, dass realistische Reiseketten entstehen.
2. Erreichbarkeit
Schule, Ausbildung, Arbeit, Arzt, Einkauf und Freizeit müssen auch ohne eigenes Auto erreichbar bleiben.
3. Bezahlbarkeit
Tickets müssen für Jugendliche, Auszubildende, Familien und ältere Menschen tragbar sein.
4. Flexible Angebote
Rufbusse können in dünner besiedelten Gebieten Linienverkehre sinnvoll ergänzen.
5. Verständlichkeit
Buchung, Fahrplan und Tarif müssen einfach nutzbar und auch ohne Smartphone zugänglich sein.
6. Infrastruktur
Straßen, Bahnverbindungen, Haltestellen und sichere Radwege gehören gemeinsam betrachtet.

FAQ: Mobilität im Wahlkreis 24

Was ist der VVR-SURFER?

Der VVR-SURFER ist das Rufbusangebot der Verkehrsgesellschaft Vorpommern-Rügen. Er fährt innerhalb festgelegter Bedienzeiten nach Fahrplan und wird für eine konkrete Fahrt bestellt. Start und Ziel sind Haltestellen.

Gibt es Rufbusangebote im Bereich des Wahlkreises?

Ja. Die VVR führt aktuelle Rufbusgebiete unter anderem für Grimmen, Franzburg und Stralsund-Süd. Rund um Grimmen bestehen mehrere getrennte Bediengebiete.

Ist Mobilität ein Hauptschwerpunkt von Dr. Monique Wölks Wahlkampf 2026?

Auf ihrer aktuellen Wahlkampfseite nennt sie Familien, Pflege und bezahlbares Wohnen als drei besonders hervorgehobene Themen. Mobilität erscheint dort in ihrer Bilanz mit Seniorenticket, Azubiticket und Rufbussystemen. Deshalb wird das Thema hier als regional relevante Zukunftsfrage behandelt und nicht als zusätzlich erfundener Hauptschwerpunkt ausgegeben.

Warum reicht ein günstiges Ticket allein nicht aus?

Weil ein Angebot auch zeitlich und räumlich passen muss. Takt, Bedienzeiten, Umstiege und die Erreichbarkeit der Haltestellen entscheiden darüber, ob ein Ticket im Alltag tatsächlich genutzt werden kann.

Verspricht diese Seite neue Bus- oder Bahnlinien?

Nein. Neue Linien oder konkrete Infrastrukturprojekte werden nicht behauptet, solange dafür keine aktuelle belastbare Grundlage vorliegt. Die Landingpage beschreibt bestehende Angebote und formuliert daraus eine politische Leitfrage.

Geprüfte Quellen und weiterführende Informationen

Stand der inhaltlichen Prüfung: 2. September 2026. Bestehende Mobilitätsangebote und veröffentlichte Aussagen von Dr. Monique Wölk werden von offenen Fragen zur künftigen Entwicklung des Wahlkreises getrennt.

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